Band 
[Erster und zweiter Band.]
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10 §

für seinen Oheim galt '), hatte hie gehässige Ehre ^r->kaufc, über seine Mitbürger zu herrschen, indem er einenatürliche Tochter der ehrgeitzigen und heuchlerischenKarls V- deirathete. Er benützte seine Macht, um sichüber alle Moral zu erheben, wie er sich auch schon überdie Gesetze erhoben hatte, und er begieug alle Verbrechen,welche die Gewalt begehen macht, um die auSschwci»fendsten Lüdcrlichkcit zu befriedigen. Er erhielt seine Macht,indem er sich mit Spionen. Wachen und Henker um-gab, die gewöhnliche Begleitung der Tyrannen. Loren,Zins sein Verwandter, aber so verdorben wie er selbst,war ihm gefällig, und schmeichelte ihm, um ihn destosicherer ermorden zu können.

1) Die ganze Nachkommenschaft des CoSmus von MediciS,so unrichtig, Vater des Vaterlandes genannt, bestand da-'uialS aus drei Bastarden, nämlich dem Pabst Clemens VII.und seinen beiden Neffen, dem Kardinal Hippolyt einemnatürlichen Sohn^deS Julius von MediciS, Herzog vonNemours, und dem Alexander, den man für den Sohn desHerzogs von Urbino hielt. Deshalb schlug man auch, wäh-rend der Belagerung von Florenz durch die MediciS, wel-che Karl V. den Toskaner» aufdringen wollte, vor, ihrenPallast der Erde gleich zu machen, und die Stelle, denMauleselplatz zu benennen.

Als die MediciS, die legitimen Besitzer, wie sie vonmanchen Personen genannt werden, von Toskana wurden,war es ein Verbrechen, die Jklegimität ihrer Geburt inErinnerung zu bringen. Der florentinische Beobachter er-zählt nach dem Geschichtschreiber Varchi, daß ein sehr acht-barer Bürger von Florenz, welcher sich scherzweise geäußerthotte, daß Clemens VII., wegen seiner Unehelichkeit, nichtkanonisch den heil- Stuhl Pctri bestiegen habe, gegen Mit.tag arretirt wurde, und vier Stunden später ließ manihn wippen und enthaupten!....