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Franz von Medici«, sein Sohn regierte nach ihm;dieser verliebte sich sterblich in eine junge Venezianerin,welche lange Zeit die Geliebte und endlich die Gattin ei,ncs seiner Unterthanen war, er lebte mit ihr in dem Ver,hältniß, welche« die nun schon an da« Joch gewöhntenFlorentiner, eine erhabene Liebe betitelten, bi'S zumTode seiner Gemahlin, Johanna von Oesterreich; danneheligte er sie und erklärte sie zur Grvßhcrzvgin, nach,dem jedoch die Venezianer die künftige Fürstin, feierlichzur Tochter ihrer Republik erklärt hatten. Der Großher,zog starb 1564, fünf Stunden später als seine Gattin,die, wie man sagt, durch das Gift bestraft wurde, weilsie ihren Mann, auf den sie eifersüchtig war - vergiftethatte. —
E« giebt Schriftsteller welche behaupten, daß derKardinal Ferdinand, Bruder des Fürsten, über dessenMißhcirath aufgebracht, uud der wahrscheinlich gern rechtbald seine Stelle eingenommen hätte, seinen Souverainund Gebieter vergiftete, dessen legitimer Nachfolger erwar. —
die Revision seine« Prozesse« und wurde zum zweitenmallosgesprochen. S- Plus V. verlangte seine Auslieferungim Jahr 156S, vom Großbcrzog Cosinus I., der ihn sehrliebte, und der in dem Augenblick neben ihm an der Tafelsaß, als der Brief von Rom ankam- Cosinus besann sichauch nicht einen Augenblick, — Er lieferte Carnesecchi denrömischen Abgeordneten aus, indem er sagte, daß wegenKetzerei, er eben so wenig anstehe» würde, seinen eigenenSohn auszuliefern. — Da Carnesecchi auf seinen Meinun-gen bestand, so wurde er öffentlich verbrannt. Er starb ohnedas geringste Zeichen der Schwäche von sich zu geben, undbegab sich sehr elegant gekleidet auf den Richtplak-