Band 
[Erster und zweiter Band.]
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gcnüber war, zu besuchen. Bei diesen nächtlichen Vifit-ten wurde sie einmal von einer ihrer Frauen überrascht.Sie sagte e- ihrem Geliebten, zu dem sie sich flüchtete,und sie flohen beide, erst nach Ferrara, da»n nach Flo-renz wo sich sich verhcirathctcn und eine Tochter bekamenwelche sie Pelcgrina nannten, die der Grvßhcrzog Franznachher an den Grafen UlyffeS Benkivoglio vcrhcyralhete.Diese Flucht fand im Jahr 1564 Statt. —

Die Liebeshändel des GroßherzogS mit der BiancaEapcllo sind sehr bekannt, wir wollen zu denen Dona»vcnturis schreiten.

Dieser hielt sich vor aller Gefahr sicher unter denSchutz eines Fürsten, der in einem unerlaubten Umgangmir Bianca lebte. In der That duldete Robert, Eaffan-draS Neffe, deren üble Aufführung, die ihm wohl bekanntwar, es mochte nun aus Rücksicht für den Grvßhcrzogoder auS Furcht, den Ruin seiner ganzen Familie herbei-zuführen, seyn; er schwieg zu allem still. Dies machteDonaventuri kühner; er rühmte sich ganz laur, und selbstin Gegenwart Roberts, die höchste Gunst Caffandras zubesitzen, und deren so oft zu genießen, als er Lust dazuhabe. Robert klagte dies mchrmal seiner Taute, undmachte, ihr selbst sehr heftige Vorwürfe; dies half abernichts, und Donaventuri wurde so frech, daß Robert dcSGroßherzogS Schutz anflehte. —

Der Fürst rieth dem Bonaventuri an, künftig behut-samer und zurückhaltender zu seyn. Allein dieser verach-tete den Rath, in der Ueberzeugung, dieß alles sey nurdie Wirkung von Roberts Eifersucht, der über das Ver-mögen EaffandraS nicht, wie er cS gerne sgcwünscht hät-te, verfügen könne, da Bonaventuri ihr Beschützer undVertheidiger war. JeZt wandte sich Robert an Jsabella,Schwester des Fürsten, diese hörte ihn günstig an, und