Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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dlger gewesen sey, daß er bei der Consecration nichtgegenwärtig sey, daß die Seele mit dem Körper sterbe.Außerdem hätten sie beide zu unzüchtigen Handlun«gen verleiret. indem sie sie zuerst gefragt, ob sie zuwei»len nicht gewisse Versuchungen und Gelüste haben, unddann nach und nach behauptet, daß wenn sie auS derSünde kommen wollen, so müssen sie dergleichen thun,was nicht« anders als ein Gebet sey, wovon sie aberdem Beichtvater nicht« zu entdekcn brauchten.

Die Grazzini bat ausgesagt tDaßj als sie vor sechs Jahre»! mit der Donamiciim Klostergarten spazieren gieng, diese ihr gesagt habe,eS gäbe weder Sünde noch Hölle, noch Fegfeuer, in derHostie sey nichts vorhanden, denn wi« wäre e« möglich,daß zu gleicher Zeit ein Sünder, ein Büßender und einPlaggeist, Gott auf gleicheweise genößen? — und daßman nur zum Schein beichten müsse um sich nicht zuverrathen. — Sie haben ihr dabei streng anbefohlen vondem allem, niemand etwas zu sagen. Doch habe sie derSpighi, weil sie wußte, daß diese eine gute Freundinvon der Bonamici sey, die Sache mitgetheilt, welchealles vollkommen gut geheißen habe. —

Demungeachtet sey sie in Unruhe darüber gewesen,und habe alles dem P. Orlandi gebeichtet, auch die ArtGebete welche ihr die Donamici gezeigt hatte, und die insebr unzüchtigen Handlungen bestanden, und habe ihmzugleich gesagt, daß sie ihrer Lehrerin schon öfters bemerkthabe, dies sey sehr widernatürlich, worauf ihr diese ge»antwortet: eS ist freilich besser wenn man eS mit Män»«er tbut. — Hieraus sev der Beichtvater in einen schreck»lichen Zorn gerathen, und bade ihr befohlen die Dona«wici nickt mehr anzuhören, und ihr die Absolution ver«weigert, bis sie die Bonamici wegen all diesem bei demheiligen Gericht verklagt habe. —