Zulezt sagtt die Passi auS:
Ich war damals Novize, 16 Jahr alt und der Lei»tung der Mutter Bonamici und der Spighi anvertraut, .als erstere mir eines Abend« sagte, sie woll« mich unter»richten wie man zur vollkommenen Vereinigungmit Gott gelange, wozu eine Gebet, (Orazione) nd»thig sey, das in gewissen Handlungen bestünde, wel«che man gewöhnlich unanständig nenne, und die manmit sich selbst oder auch mit andern, von beiderlei Ge»schlechte- vornehmen könne. — Hierauf antwortete diePassi ganz erstaunt: (wie sie uns sagt) wie kann manso beten? — Du bist ein Gänschen, sagte die Bona»mici in Gegenwart der Spighi, und hast keine Erfahrung,das sind Dinge, welche Priester, Pfaffen, Nonnen undWeiber und alle Menschen thun. — Hernach befahl sieihr weiter, auch nicht dem Beichtvater was davon zuzu sagen, denn wenn sie auch schon'was gethan hätte,so wäre eS keine Sünde. — Ferner sagte sie au-: da siedurchaus nicht haben begreifen können wie so etwas einGebet seyn könne, da ihr der Beichtvater gesagt hätte, dieGebete (Orazione) müssen gesprochen oder in Gedankenhergesagt werden, so habe ihr die. Lehrerin aus solche Be»merkungen geantwortet: sie solle nicht« befürchten, dic-sey das, wahre Gebet, und man könne sich nur vermittelstdieser Handlungen, mit Männern oder Weibern unter»nommcn, vollkommen mit Gott vereinigen. — Ünd aufdie Bemerkung, wenn dies gute Handlungen seyen, warumihr die Priester dies nicht gesagt hätten? habe sie dieAntwort erhalten, weil wir das von uns selbst lernenmüssen, und wir sind durch eine besondere Erleuchtungdazu gelangt. — Die« wurde mir oft wieverhohlt; end»lich beginge die Bonamici und die Spighi solche Hand»lungen in meiner Gegenwart, und dies fast jeden Tag,zulezt fordertet sie auch mich noch dazu auf ein Gleiches