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mit ihnen zu thun, ich mußte ihnen endlich nachgeben,und auch mit mir selbst in ihrer Gegenwart und vonihnen dazu aufgefordert, dergleichen vornehmen. — Auchim Bett trieben sie vor meinen Augen alle mögliche Un-zucht, und bald mußte ich es selbst mit der einen oderder andern thun. Oft baue ich Gewiffenbisse und suchtedie Verführerinnen zu fliehen, allein sie schalten mich, undsagrcn, ich sey eine Feindin vom Gebet, und ermähntenmich cS jeden Tag mit mir selbst vorzunehmen, dennsie seyen müde mich so lange hierin zu unterrichten.
Um mich noch sicherer zu machen, fuhr die Passi inihren Aussagen fort, schrieben sie einen langen Brief anden Pater Sanroro, einem berühmten Dominikaner, wo-rinn sie ihm sagte», daß sie eine Novize hätten, die sichin dem wahren Gebet und in der vollkommene» Bereini-gung mit Gott täglich übe. — Worauf dieser geantwor-tet, dies sey sehr gut, denn es sey wahr, daß die höchsteVollkommenheit in der Vereinigung mit Gott bestünde."
Um sie noch mehr anzureizen, hatten sie ihr da« Bei-spiel der schon verführten Baroni und Grazzini angeführt,indem sie hinzufügten: daß wenn sie von allem gehörigunterrichtet sey, sie die« auch andern mittheilen müsse,denn man sey schuldig da- Gute immer mehr zu verbrei-ten und bekannt zu machen; ein Beweis, daß sie daraufausgiengen das ganze Kloster mit ihrer Gottlosigkeit an-zustecken. —
Endlich lies ihr, wie sie aussagt das Gewissen garkeine Ruhe mehr, und sie entdeckte sich der Mutter Salvi,die ibr gebot alle- dem Pater Orlandt zu beichten, wor-auf sie diesem eine Generalbeichte gemacht habe. Ehedieser ihr aber die Absolution ertheilt, habe er ihr befohlenalles eigenhändig niederzuschreiben. — Hierauf habe manihrer Lehrerin dieses Amt abgenommen, welche alle ihre