Band 
[Erster und zweiter Band.]
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wungswcrthen Irrthum nennt, einen Irrthum, der da,mal« sehr im Schwünge war, nämlich zu glauben, daßdieses oder jene« Bild eine besondere Kraft besitze. Riccifügt hinzu, daß dix heiligen kanonischen Gesetze strenggebieten, die Geister von dieser Art von Gdzendienst ent»fernt zu Hairen.

Maucini, der gegen alle«, was Neuerung hieß,eingenommen war, wurde sehr böse, als man ihn vondiesem Vorfall benachrichtigte. Dbne sich zu erinnern,daß die Sache ganz regelmäßig zugegangen war, daßman ihn über alles befragt, und er alles gebilligt batte,namentlich die Einweihung der heiligen Katharina, dieaus ven alten Altar der Madonna gestellt worden war,ohne sich an alles dieses zu erinnern, besuchte er dirwiederhergestellte Kirche von Cbianti, und nahm Maßre-geln, ihren Pfarrer in ein Kloster einschließen zu lassen.Es gelang ihm nur,' sagt der Bischof von Pistvja, seinWiderstreben gegen die guten Grundsätze der Zucht dar«zuthun, die man unter dem Schutz der Regierung ein»sühren wollte. Diese Scenen, die zu andern Zeiten undin andern Ländern nur lächerlich gewesen wären, warendamals in Toekana der öffentlichen Ruhe wirklich gefähr.sich. Die Unwissenheit und der Aberglaube herrschte»nur zu sehr in diesem Lande, und beyde wurden mächtigdurch die reichen und jeder vom Zeitgeist erheischten Re-form abholden Mönchen unterstützt; diese Jutnguanteuwaren fähig, die Bevölkerung des Grvßherzogthums inMasse unzufrieden zu machen und in Ausstand zu »rin-gen. Uebcrdsiß fielen solche Scenen gewöhnlich in Flo-renz selbst vor, wo sich zu dem Schwärm der intcressir»ten Bigotten, noch die so mächtigen als unaufgeklärtenAdeligen der Hauptstadt gesellten, die man nie von demNutzen und der Nothwendigkeit weiser Maßregel» desFürsten in Kirchensachen überzeugen konnte.

Zweiter Theil. 5