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Patronatrecht hatte. Die Kirche war der heiligen Jung, «
frau, deren Bild an die Wand gemalt und in sehr schlech» n
tem Zustand war, bei dem Volke aber großer Verehrung d
genoß, geweiht. Zum letzten mal war es durch einen si
Maurer aufgefrischt worden, der es ganz frisch beschmiert S
und so entstellt hatte, daß, wenn man einen kleinen si
schmutzigen Vorhang, mit dem es bedeckt war. davonwegzog, sich ein ganz anderes Gefühl, als das der An»dacht regte. Bei Gelegenheit einer starken Ausbesserung, d
die er an dieser Kirche vornehmen ließ, ließ der Bischof d
von Pisroja ein schönes Marienbild auf den Hauptaltar ni
und ein Portrait der heiligen Katharina von Ricci auf n
den Seitcnaltar stellen, gerade an die Stelle dc« alten a>
Marienbildes, das er vorläufig hatte weiß übertünchen ol
lassen. ' w
Ein Mönch, der Pfarrer zu Passignano, unweit der gi
Kapelle Ricci's begab sich kurz darauf mit allen seinen E
Schafen in diese Kapelle, wie er es zu thun pflegte: man Li
nannte dieß „die Madonna besuchen." Ohne sich vor z«
dem Bilde auf dem Hauptalcar aufzuhalten, ging er ge« ! sü
radc auf den Altar zu, auf dem die heilige Katharina in
aufgestellt war, und, indem er that,' als suche er das dc
alle Marienbild, von dessen Verlöschung er wohl wußte, li<
^stellte er sich, als nehme er ein großes Aergerniß daran, n>
nur eine weiße Wand zu finden, und gab dadurch dem dr
Volk, IlaS mit ihm in Processson gekommen war, wirk» fo
lich ein Aergerniß. Schon ficngen, sagt der Prälat, die l w
falschen Ideen über die Verehrung der Heiligen und über W
die Heiligenbilder wieder an, aufzukeimen und gewannen ge
alle Tage an Glauben und Kraft, durch die Schuld der» re
jcnigen, in deren Interesse cS lag, die Frommen zu be» tc>
trügen, um einen schändlichen Wucher mit ihren Vorur» A!
theilen zu treiben. Diese falschen Ideen bestanden Haupt» N
sächlich in dem, was er einen im höchsten Grad vcrdam» Fi