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Neutiundzwanzigstes Kapitel.
Ki'rchengut in PiStoja und Besoldung der Kirchendiener. —Wuth des römischen Hofes über eine Maßregel, deren all»gemeine Anwendung in Toskana er befürchtet.
Da» Gesetz zur Aufhebung der drei kirchlichen Kon«gregationcn, verbunden mit Ricci'S Planen zur Vernich«tung aller frommen Brüderschaften im Allgemeinen undmir seinem Entwurf zu einer) neuen Organisation derPfarreien stürzten den unermüdlichen Bischof vollendsin's Verderben. Mormorai, damals Sckrctair der Krön»Rechte und lein Freund Seratti, Geheim schreibet desGrvßherzogS, setzten ihm Schwierigkeiten entgegen, dieZwar in der Tbat grundlos waren, ihnen aber doch dengewünschten Vortheil brachten, Zeit zu gewinnen. Un-ter einem weniger eifrigen Fürsten als Leopold hättendiese unaufhörlichen Schwierigkeiten der Regierung, dieReformen endlich entleiben kdnncn. Mormorai, sagt Ricci,^ane viel Talente, er machte sie aber durch eine unüber,windliche Trägheit und Apathie unnütz. Seratti habenwir bereits kennen lernen.
Der Großherzog, welcher pünktlich und schnell be»dient seyn wollte, verbot Mormorai, sich in diese Sachezu mische,,, und beauftragte den Bischof von PiStojamit Ausführung seines Plans, ohne daß er einer andernZustimmung bedürfe, als der des CbefS der Regierung,und ohne von irgend einem Departement abzuhängen.
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