Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Dreißigstes Kapitel.

Rlcci'S Reformen, um dm äußerlichen Kultus ru reinige«.

Leopold wollte seine Reformen allgemein machen; ergab überall dieselben Verordnungen, dieselben Befehle,fand aber nicht überall denselben Gehorsam. Er schickteum diese Zeit an alle Dischöffe seiner Staaten ein Eircu»larschreiben, in dem er ihnen die Vfrordnung des Erz»bischofs von Salzburg vom 2Y. Juuius 1782 sandle.Leopold, sagt Ricci, hatte bey diesem Schreiben den Zweck,den seiner Sorge anvcrtragtcn Gläubigen nach und nachbemerkiich zu machen, wie nothwendig eS sey, aus demäußern Kultus alle materiellen, abergläubischen Gebräucheauszumerzen, welche sich durch die Unwissenheit der Völ,ker und der Geistlichkeit, oder durch den Ehrgeiz und dieHabsucht der letzter« darein eingeschlichcn hätten: wenner dahin gelange, fährt jener fort, glaubte der Fürstauch die Gleichgültigkeit der Vernünftigen gegen die Re,ligion und den Unglauben der Unterrichteten besiegen zukbnnen, der ein unvermeidliches Resultat der Plumpheitdes Volkscultus war.

Dieser edle Zweck Leopolds war ebenso der Gegen-stand d/r heißesten Wünsche des Bischofs Ricci» der, so-bald er aus den Händen des Großberzogs den Hirtenbriefdes deutsche» ErzbrichofS erhallen härte, sich beeilte, dieAbsichten seines Fürsten und Beschützers pünktlich in'S

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