alt je. ES wurde noch schlimmer, als der Bischof, umalle Gläubigen zu zwingen, ihre Pfarrkirchen zu besuchen,den Ordensgcistlichen besah!, die Kirchen ihrer Kldstcr anSonn und Festtagen zu schließen, und ihnen gewisse glan-,zende Ceremonien zu feiern verbot, welche das Volk her-beizogen , und eS entweder von der Arbeit oder vvm Be-such des Gottesdienstes in seinen Pfarrkirchen abhielten.
Der Großherzog, welcher sah, daß in den DiöcesenPiStoja und Prato alles nach seinem Willen gieng, über-häufte sie mit Gnadenbczcugungen. Er räumte dem Se«minarium von Praro das Franziskancrkloster ein, dessenMönche er in das Dominikanerkloster versetzte, das er auf-gehoben hatte. Ricci benachrichtigt uns von dem Beweg,gründ dieser Aushebung. Diese Väier, sagt er, waren trotzder Verbannung und der andern Strafen, die daS Gou-vernement denen aufgelegt hatte, welche persönlich in dieskandalöse Geschichte der beiden Nonnen der heiligen Ka-tharina verwikelt waren, diese Väter waren weder weiser;noch klüger geworden. Sie fuhren fort, eine sehr lebhafteKorrespondenz mit den Nonnen der drei Kldstcr ihres Or-dens zu unterhalten, deren Oberaufsicht sie so ungerne ver-loren hatten: die Provinzialen, die Beichtväter und Kap-lgne behielten ihre alten Verbindungen mit jenen bey, undnährten in diesen Frauen die Hoffnung, einst wieder vonihnen abhängig zu werden. „Trotz der großen Wachsam-keit des Magistrat« von PratS war es einigen Domini-„kauern geglückt, heimlich und verstohlen des Nachts in„eines der Klöster zu kommen, in dem sie sehr lange ver»„weilten: auf diese Art und unter dem Vorwand von re-ligiösen Verrichtungen wegen der Ablaßscheine, für deren„Ertheilung diese Mönche ein eigenes Privilegium zu„haben vorgaben, wurden die verführten Nonnen im Ge-horsam und in der Unterwerfung gegen die Dominikaner