Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
87
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war „durch die Mißbrauche ganz entstellt worden, welche„die geistlichen Direktoren von ihrem Ansehen gemacht„hatten, die von einem falschen mystischen Eifer beseelt„waren, so wie durch die Nachgiebigkeit dieser Mädchen,„besonders der ältern, die durch die fromme Eitelkeit ei»„ner kindischen Vollkommenheit geleitet wurden *)." Dir«scs Haus war auS einem einfachen Conscrvatorium, wasanfangs gewesen war, eine Art von Kloster geworden,in dem die, welche es bildeten, eingesperrt waren. Ricci,der den Wunsch hegte, mit der Zeit nützliche Frauen undgute Familienmükter daraus zu bilden, gab, nachdemer vorläufig die Erlaubniß des Fürsten erhalten hatte,dieser Anstalt ihre ursprüngliche Form und Einfachheit zu«rüch. Er nahm den Mädchen, die sich darin aufhielte», ihre" eigene Kirchen, und ihren besondern Beichtvater und unter«Warf sie unmitelbar dem Pfarrer ihres Sprengels, und wollte,daß sie sich in allem den andern Gläubigen der Psarreygleichstellten. Aller klösterlicher Anschein verschwand/ mansah „die Verlassenen" in der Kirche an Sonn- und Fest-tagen, und dadurch, so wie durch andere Vorkehrungen,die dex Bischof in dieser Hinsicht traf, verschaffte man ih-nen häufig Gelegenheit sich zu vcrehlichen, und in derganzen Stadt PiStvja die Kunst, seidene SchnupftücherZu verfertigen, in der sie sich auszeichneten, zu verbrei-ten. Die Gesellschaft von Adeligen, welche diese Anstaltgeleitet, und selbst die Aufmerksamkeit des Prälaten aufste gezogen hatten, indem sie ihn baten, doch der Ar,wüth eines, durch einen Dominikaner aus der Familieder Ricci gestifteten HaujcS abzuhelfen, fanden seine Re-

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