Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
86
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Da Ricci die Aenderungen mit der alten Kirche derDominikaner vornahm, stieß er noch gegen ein Vorurthcildes Pöbel« an, durch einen Umstand, den wir hier er»zählen wollen. '

Ein Grabmahl binderte ihn in seinem Plan, er ließk« dabcr in die Kirche des heiligen Leopold« versetzen. Un-glücklicherweise für ihn, war c« gerade da« de« Bischof-Andrea« Franchi, der läoi irn Geruch der Heiligkeit ge-* sterben war, und besten Heiligsprechung in Rom zu ver»langen man schon lange den Wunsch gehegt haktx. Ricciwar ein schlechter Fürsprecher für eine solche Sache. Viel.leicht war dieß der Grund, daß er sich weigerte, sie zuübernehmen. Die Gründe, die er anführte, waren, daßman bisher jährlich eine Messe für die Ruhe de« Andrea-Franchi gelesen habe; daß sein Ruf als Heiliger nur aufder gemeinen Meinung der Dominikaner und des Volke«beruhe, daß sein Sarg nie geschloffen gewesen sey, wo-durch c« unmöglich werde, die Identität seine« Körper-darzuthun, und daß e« endlich an cuthent scher, Nach-richten über die Geschichte seine« Leben« f hle. Der Bi-schof nahm hiebcy Gelegenheit, die Nachläßigkeit der Ar»chivare der Klöster und selbst die mancher Bischöffe heftigzu tadeln. In Pi«toja z. B. kannte man durch eineunbestreitbare Tradition die Existenz einiger historischen'Aktenstücke von dem höchsten Interesse, die, eine« nachdem andern, verschwunden waren.

Die Versetzung der Dominikanerinnen gab Veranlas-sung zu der dxs Comervarorium« der „Verlassenen" (stullssdaastonnsto), da« man in das Kloster versetzte, welche«die ersteren verlassen hatten. Diese Anstalt, deren ursprüng-liche Organisation und Einrichtungen die löblichsten waren.