Band 
[Erster und zweiter Band.]
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feite, sagt der Herr Abbe X., war, weil sie nicht« koste-ten, und weil sie ungeheure Ausgaben erforderten, wennrnan den römischen Hof darum gebeten hätte. In demZeitraum von ungefähr 5 Jahren, während welcher Riccidie ihm anvertraute Gewalt ausübte, ertheilte er Z17 Dis-pensationcn im dritten und vierten Grad nach dem kano-nischen, im fünften, sechsten unv siebenten nach dem bür-gerlichen Recht.

Ricci bemerkt, sein Betragen seye, ob e« gleich demrömischen Hof äußerst mißfiel, doch nie in eigenen persön,lich an itn gerichteten Klagen getadelt worden, wie mane« bep der Geschichte mit den Dominikanernonncn gethanhatte. Er erhielt selbst in der Zwischenzeit pomphafte Lob-sprüche über die Rechenschaft, die er dem heil. Stuhl vondem Zustand seiner Kirche ablegte, so wie von der neuenEinrichtung, die er für die Organisation der Pfarreiengetroffen, von der Dotation seiner kirchlichen Akademie,von der Wiederherstellung der Kirchcnzucht u. s. w., undder päpstliche Staatssecrctair, Kardinal Pallavicini gingso weit, ihn aufzumuntern eine Sprengelssynode zu hal-ten, wozu er die Absicht geäußert hatte. „Es ist gewiß,„fährt er fort, daß, so lange ich die Kirche von Pistoja„und Pralo verwaltete, man nie ein Wort über mein Be-tragen laote, und daß, so lange der große Leopold lebte,„man sich rücksichtlich der Synode (von Pistoja) durch-aus nicht an mich machte. Die Wuth meiner mächtigen„Feinde, ob sie gleich den Glauben erregen wollten, als„hätten sie nur im Sinn, da« wesentliche der Religion„zu unterstützen, erwachte erst, als man mich jeder Stütze„von Seiten der Menschen beraubt glaubte. Die Religion„des römischen Hofes bat keine andere Grundlage, als„Ehrgeiz und Habsucht: dieß sind die einzigen Hebel des„rasenden Fanalismus, der diesen verdorbenen Hof vcr-

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