Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Fünfunddreißigstes Kapitel.

Fernerer Verlauf der Ehcdispensationesache. — Sekularisatlonvon Mönche» und Nonnen.

Da Ricci sich der Gewalt, von Ehehinderniffen zudispeusiren, auf ganz audcse Art bediente, als der Hofzu Rom, d. h. da er sie unentgeltlich ertheilte, undwollte, sie sollten nur aus guten Gründen nachgesuchtwerden, fand er sich in dem Fall. zwar viele glücklich,aber auch manche unzufrieden zu machen. Die Familieder Piccioll, Handelsleute in her Didcese PiSroja, ge-hörte unter diese Zahl. Eine Wittwe dieses Namenswünschte den Bruder ihres ersten Mannes zu heirathen,dessen Verwandte alles mögliche versuchten, um ihn zudieser H-irarh zu vermögen, auS Furcht, wenn sie nichtStatt fände, das Heirathsgut und das Vermögen derFrau, das sie in ihren Handel gesteckt hatten, wiederherausgeben zu müssen. Man suchte bei dem Bischof dienöthige Dispensation nach, um diese neuen Bande zuknüpfen, und zwar in einer an den Großherzog gerichte-ten Bittschrift, die der Prälat zurückweisen zu müssenglaubte, da ihm der angeführte Beweggrund nicht hin-reichend schien, um die verlangte Erlaubniß zuzugestehen.

Diese Weigerung konnte die Piccioli nicht vermöge»,ihre Absichten aufzugeben; der Handclsgeist hatte ihnenHoffnung eingeflößt. Mehrere Personen inleressirkcn sich