Band 
[Erster und zweiter Band.]
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für sie, untct andern der Rektor des Seminar- Dr. Cont-parini (von dem wir so oft in den Noten und rechtfertiggenden Aktenstücken gesprochen baden), der, wie Riccisagt, gewohnt war, sich in alles zu mischen, und dender Bischof seit dieser Geschichte aus seinem Sprengel zuentfernen suchte; ebenso der Auditor Martini, so wie derErzdischof von Florenz. Aber Ricci blieb unbeweglich.

Wie dem auch sey, das DispensationSgesuch ging«ach Rom, wo es, unterstützt durch gute Protektionenund das Anerbieten von ansehnlichen Geldsummen, so»gleich vollständig bewilligt wurde. Es bandelte sich nurdarum, das Breve in Toskana zur Ausführung zu brin-gen, was nicht geschehen konnte, so lange ihm nicht diebürgerliche Behörde ihr ,,ex6ijUÄtui-'-' beygesetzt hatte,obgleich der Erzbischof diese unerläßliche Förmlichkeit da-durch zu umgehen gesucht balle, daß er den Brief anden Botschafter adressircn ließ. Die Brautleute mußte»also Toskana verlassen: die Wittwe Piccivli war schwan-ger, sie verheiralhele sich in Rom, ehe sie in die Wo-chen kam.

, Dieser so hartnäckige Ungehorsam bewog den Groß-herzog, die neuen Ebeleute zu verbannen; cS blieb ihnenkein Trost übrig, als sich dem Vatcrlande so viel alsmöglich, zu nähern: sie ließen sich in Bologna nieder.„Die Unregelmäßigkeiten, sagt der Bischof, die Vcrläum,„düngen, die Fälschungen, die bey dieser Angelegenheit„in's Werk gesetzt wurden, erregen Schauder ')."" Auchstellten sich bey Piccivli und seiner Frau"bald Reue undGewissensbisse ein; diese, vcrbuuven wir der Zerrüttungihres Vermögen-, der nothwendigen Folge der großen

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Zweiter Theil. 6