Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Sechsundvierzigftes Kapitel.

Reformen in bcc Diicesc Pistoja. — Der Doktor Compari.nlwird entlassen.

Ricci verlor da- nie au- den Augen, was immersein Hauptzweck war, ich meine die Reform seiner Div-erse. Da er bemerkt hatte, daß die Neuutagsandachtcn»die man gewöhnlich bei Nacht sey cS Morgen- vor Tagesan»bruch, sey cS Abend- nach Sonnenuntergang, feierte, zu,zahlreichen Unordnungen Anlaß gaben, so verbot er siewährend der ganzen Woche, die dem Wcihnachtsfcst vor-ausgeht, aufs strengste.

Er faßte hierauf noch einen andern Beschluß, den.die menschliche Politik vielleicht mißbilligt hätte, vondem ihn aber nicht- abbringen konnte, seit er überzeugttvar, hie Religion erfordere ihn. Er ließ den RektorEomparini von dem Scminarium zu Pistoja nun ausder ganzen Diöcese entfernen, der jenes Amt schon seitlange bekleidete, und das volle Vertrauen des Ministeri-ums und des Adels genoß. Ebenso'hatte er da- desBischofs Alamanni erhalten, den er gegen die Faktionder Jesuiten beschützt hatte, als die Partciwuth in P>S«toja die Anhänger dieser Sekte so weit getrieben hatte,daß sie diejenigen öffentlich beschimpften, die sie mit demSpottnamen ,,Co»ciuisten" belegten. Eomparini dientediesem P.-iesicr treu und thätig seit der Geschickte „der.