Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
194
JPEG-Download
 

Bericht über den Zustand seiner Diöcese abzustatten, er«griff diese Gelegenheit, dem Großherzog bcmerklich zumachen, wie diese geheimen Berichte dazu dienten, nichtHarmonie und Einigkeit zu unterhalten, sondern nur, alleanderen Kirchen der Tyrannei der römischen Kirche zuunterwerfen. Um wenigstens einem Theil dieses Miß-brauche» abzuhelfen, befahl der Fürst seinen Bischöffcndurch ein Circulare, ihre dreijährigen Berichte zur Bcstä-tigung lan die Regierung einzuschicken, ehe sie dieselbenan den Pabst sendeten. Der Bericht Ricci'S wurde in Flo-renz ohne Anstand bestätigt, so wie er auch dem römischenHof keinen Grund zur Klage bot. „Dieser babylonische„Hof, sagt der Bischof von PiStvja, hatte schon genug„Proben seiner Unzufriedenheit mit Tüskana gegeben, so«„wohl durch das beleidigende Drcve gegen den Bischof„Pannilini, als in dem noch beschimpfettderen Breve ge-„gen den Bischof von Laibach, wo er unter den Augen„dcS Kaisers selbst, alle Vorwände hervvrgesucht harre,„um einen toskanischen Bischof beleidigen zu können

Da Ricci bemerkt hatte, daß der Katechismus desGourlin, dessen Einführung in ganz ToSkana der Groß-herzog dekretirt hatte, völlig vernachläßigt wurde, so nahmer den von Montazet für Kinder an, und war bald soglücklich, Wirkungen davon in seiner Diöcese zu sehen.Sei« Beyspiel wurde bald von Sciarelli, Bischof von

1) Kis Quells bslrilvmoa curis »vevs äste dästsnti ri-prvvo äel suo rnsl'umore eontro I-e T'oscsos, e nstdrovs ingiurioso contra il veseovo ksnnilini, e nelxin ingultsnto contra il veseovo «l! I.n1>isns, äovoinenäico in tscci» » Lessre clei titvli per insuitsr«guslclie vescovo rososno. — Nemor. LI8, x^rk.

7, p, »t roeto.