Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Schon auf die Nachricht, daß beynahe sämtlich«ßbischdffe den in dem Großherzogthum und namentlich inRieci's Didcese vorgenommenen R formen entgegen seyen,verbreitere sich daselbst ein allgemeiner Ausstand. Meh-rere Prediger, welche nicht die letzten seyn wollten demStrome zu folgen, seichten hey dem Sekretär der Kron-rechte eine Bittschrift ein, in her sie jede Neuerung inKirchensachen» welcher Art sie immer seyn möge, abzu-schaffen, und Alles wieder auf den alten Fuß zurückzu-bringen baten; überdicß appellirfen sie an den Erzdischvfvon Florenz, als ihre erste Kirchenbchörde, gegen die beyihnen eingeführten Neuerungen. Die beiden Martini hat-te», wie man, ohne daran zu zweifeln versucht zu seyn,glauben wird, da« Komplott angezettelt, und waren mitden Aufrührern einig. Auch hätten sie ihren Zweck er-reicht, wenn nicht der Grvßherzvg selbst auf'S schleunigstesich ihren Planen entgegengesetzt hätte.

Für jetzt gelang es ihnen, blo« Unruhe und Verwir«rnng unter das Volk zu streuen; indessen blieb ihnen dieHoffnung, mit der Zeit einige abschreckende Empörungs-Scenen auf hen Schauplatz zu bringen, welche geeignetseyn könnte«, der Regierung ihre Unternehmungen zuentleiben, und nicht allein die Synode von Pistoja son-dern überhaupt alle Art von Reformen in Toskana auf-zuheben.

Gerade zu der Zeit wurde in der Versammlung zuFlorenz über die Verehrung der Bilder, der Reliquienund des Ablasses gesprochen. Schnell ergreift die Oppo-fitionspartbey diese Gelegenheit, zu Verbreitung des Ge-rüchtes, daß die Ansichten von Ricci und seinen Anhän-gern über dies« Gegenstände irrig erfunden worden seyen.Geheime Kundschafter, unter ander» der Bischof vonVolker» und der Sekretär des päpstlichen Nuntius bege-be« sich von der Hauptstadt nach Pralo, unter dem Vor-