Band 
[Erster und zweiter Band.]
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wände die Kirchen zu visitircn. Sie bringen das falscheGerücht in Umlauf, der Bischof hätte gcäuffcrt, er wolleden Altar niederreißen lassen, „wo der Gürtel der aller»„heiligsten Jungfrau Maria ') aufbewahrt wird" undnoch mehrere andere Aenderungen vornehmen, die demVolke gleich verhaßt waren.

Während zu Prato die Sachen also standen, behaup»teten die Bischbffc in der Versammlung zu Florenz mitlauter Stimme, und rrpgcn Sorge, daß diese Behaup»tungen sich in der Skavs wiederholten, man müsse alleswas Rcligjvnsgebräuche betreffe, wseder in den Hiaydzurückbringen, wie cS sich bey Leopolds Wgierungsan»tritt vorgefunden hätte. An die fanatischen Beweggründedie einzigen welche die Gläubigen kannten, reihten dieOvpvnentul noch pplitische, von denen sie größere Wirk»samkeit auf den Geist des Fürsten hofftcn. Gie behaup»teten gegen die Ansicht des Bischofs von Pistoja. es wärebesser, das Volk in abergläubischer sliiwiffenkeit zu las»sen, ass dasselbe seiner Gewiffensruhe zu berauben, durchBeibringung von Kenntnissen, die ihm wenigstens zuNichts dienlich wären. Den Großherzpg brachte dieß nichtzum Weichen; ja er erließ sogar an seine kanonischenGottcSgelchrten die förmlichen Befehle, die schon degon«Venen Iseformen oder Unternehmungen mit Srandbasrig»keit zu vertheidigen, sowie djeicnigen, zu deren künftigenAusführung er schon die Plane fertig hatte. Jetzt wardAufruhr beschlossen,

Dez, 20. May hatte der Auflanf von Prato statt;Abends strömte die ganz« Volksmenge haufenweise mitPrügeln und Amen bewaffnet, der Hauprkirche zu, um.

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