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hatte; als einen Neuerer aber, weil er die alten Mißbräu-che nicht achtete; mit einem Wort als einen Reformatorohne dessen Sturz man die Geietzgebung Leopolds nie mitErfolg angreifen zu können glaubte.
Der Abbe X. setzte den Plan, den, wie wir gesehen,der Grvßherzog selbst entworfen, mit einem andern weitumfassenderen in Verbindung. Er verband ihn, nichtohne Ursache, mit dem Aufstand in den Niederlanden (5,4)mit dem Widerstand des heiligen Stuhls gegen Neapel, dasvergeblich die Einsetzung der von ihm ernannten Biscköffeverlangte; mit der Unruhe und Verwirrung der Gemütherin der Lombardie (Unruhen bis sichkbarlich von auffcnhererregt und unterhalten wurden;) mit den Neckcreyen welchediejenigen Geistlichen die eine Abänderung in den rcligiö«sen Studien und der Kirchenzucht verlangten, stet« zu er«dulden hatten. Das alles gieng vvm römischen Hofeaus, wo alle Ränke ausgedacht wurden und alle Emls«säre, die zum Mißvergnügen auffordern mußten, ausgin-gen, welche ohne Unterlaß die Meutereycn unterhielten,und ausführten. Die Nuntien waren die gewöhnlichenWerkzeuge dieser ehrlosen Plane. Mehrere Regierungenhielten cS deßwegen für klug solche abzuschaffen.
Worüber sich die Gläubigen von Pistoja in ihrenBittschriften am meisten gegen Ricci beschwerten, war,daß man die Litaneyen in der Landessprache gleich an-deren Gebeten, die man für das Volk hatte übersetzen las-sen, singe. Und doch waren eben diese Gebete schon an-derer Orten hergesagt und gesungen worden, einige warenauf Befehl der Jesuiten, andere waren aus den altenSprachen durch den heil. Bernhard übersetzt worden, undandere wurden sogar in Rom, auf dieselbe Art, vorge-tragen.