Vierundfünfzigstes Kapitel.
Ricci's VertheidigungSschrist.
Von allen Seiten angegriffen, glaubte Ricci es sei-ner Ehre und der mißhandelten Religion schuldig zu seyn,seine Vertheidigungsschrisl bekannt zu machen. Er that«- in einer rührenden Homilie, die er am 5. Oktober^7ö7» an seinen Kirchensprengel erließ, und welche mitsalzenden Worten begann, ^kümo ma non »vilitto(betrübt, aber nicht gedcmüthigl). Diese beredte Schriftwurde allerorten bewundert und mit Beyfall aufgenom-men: man übersetzte sie inS Lateinische, Französische undDeutsche; und der Kayser Joseph H. ließ Hern Verfassersein ganzes Wohlgefallen darüber bezeugen.
Dieser Steg erbitterte den römischen Hof, der sichdamals iy einer steten Unruhe befand, weil er befürchtete,daß endlich die Akten der Versammlung von Florenz undsene der Synode von PiStoja, an deren Herausgabe,ipie ^ wußte, der Großherzog mit allem Eifer arbeite»Ueß, erscheinen würden, Seine Emissäre fuhren daherauf seine Befehle fort, eine dumpfe Gährung zu unter«Halten, bereiteten aller Orten neue Unruhen und neueAufstande vor, und streuten den Saamen der Unordnungslvd des Verdachte-, indem sie ü.der Hetzerei- und Nme«