Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
219
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auch dieser Prälat in einer Pastoralinstruktion that, dieam 1Ü. Mai erschien.

Er beeilte sich diese Gelegenheit zu ergreifen, um denNutzen und die Nothwendigkeit von allem dem zu erwei.sen, was er gethan, um seinen Kirchensprcngcl zu refor«iniren, besonder« aber in Hinsicht auf den Vorgang, wel-cher die Verehrung des geheiligten Herzens Jesu, sowiedie religiösen Unordnungen der Dominikaner betraf; inallem was die Anbetung der Heiligen, der Lilder, undden Ablaß betraf, in der deutlich bcwießenen Absicht, diePflichten der Unterthanen gegen den Fürsten mehr inSLicht zu setzen, um die Vorschriften des Fasten« gewis-senhafter beobachten zu machen; den Unterricht durchEinführung der Katechismen vpn Mvntazet und Gourlinzu verbessern; das Brevir zu reformiren, den Mißbrauchzu vermindern, der durch die Vervielfältigung der Altärein derselben Kirche entsteht, die Kirchengüter unter eineredliche und weniger nachläßigere Verwaltung zu stellen;das Skandal der HeyrathSdispcnsen aufhören zu lassen,die zu gleicher Zeit den Untergang der Einzelnen, unddie Verarmung des Staates verursachen rc.

Jcmchr Ricci bewiest, daß er Recht gehabt hatte,desto mehr nahm die Anzahl seiner Feinde und ihre Wuthgegcn ihn zu. „Man muß gestehen, sagt Herr X., daß„er sich in der Ausführung seiner Unternehmungen etwas„zu sehr beeilt, und die neuen Maßregeln, deren An«„nähme er ausgeschrieben, zu sehr vervielfältigt hat. Er„hatte eine unbestreitbare Wahrheit ausser Acht gelassen,„daß man nämlich einem seit langer Zeit schwachen Kör«„per, nicht zu viele Arzncymittel schnell aufeinander und„mit Hartnäckigkeit geben dürfe; indem solche sonst eine„unsrer Erwartung entgegengesetzte Wirkung hcrvorbrin«