Band 
[Erster und zweiter Band.]
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hielt (55). Deutschland und Portugal! sprachen ihre Zu»friedenheit damit, laut aus. Die spanischen Bischöffebeeilten sich, ein Werk übersetzen zu lassen, das, wie al»les es vermuthen ließ, für die ganze katholische Christen,heit zum Muster dienen, und eine wichtige Revolution' in den Ideen und den Dingen hervorbringen würde. Siewaren im Begriff es drucken, und auf der ganzen Halb,insel austheilen zu lassen, alS der Nuntius in Madridein Mittel fand diesen Schlag zu verhindern, indem erblos einen einfachen Aufschub der Bekanntmachung vcr,langte, unter dem Verwand, daß die Akten der Synodedurch eine Congregation untersucht würden.

Die Unruhe des römischen HofeS war aufs Höchste ge-stiegen, um so mehr, als zur selbigen Zeit der Großherzogdie Nuntiatur abschaffte. Zu gleicher Zeit entließ er auchdie toskanischcn Geistlichen des Gehorsams den sie ihre»Generalen und Proviuzialcn schuldig zu seyn glaubten,und stellte sie unter die Bischöffe; schickte aus seinen Staa,ren die fremden Mönche weg; ließ die abwesenden Geistli-chen welche Benefizicn im Lande besaßen, zurückkomme»;rief endlich den Advokaten Fei, seinen Minister in Rom,der von diesem Hof völlig gewonnen worden war, zurück,und verbannte ihn nach PiStoja, wo der Bischof den Auf«, trag erhielt, ihn genau zu beobachten, und es zu versu«suchen, ihn aufzuklären und zu unterrichten. Ri ci erin-nerte ihn an ihre alte Freundschaft, und machte nachund nach, durch seine Sanftmuth und gute Gründe, auSseinem whthcndsten Vcrläumder, einen seiner eifrigste»Anhänger.

Rom, über Leopolds Festigkeit in Erstaunen gesetzt,wagte es nicht, etwas gegen ihn zu unternehmen: undgicng nun ganz allein darauf aus, Ricci zu verderben.Die Congregation mit der man den Bischof von PiStoja