geben, und klärte sie über ihre Rechte, denen er zuerstdie größte Achtung erwieß, auf, indem er sie als seineBruder dchandrlte, und es sich zur Pflicht machte, fürsie zu sorgen. Er schaffte die Gebräuche ab, die daraufhinaus liefen, sie in den Augen des Volkes herabzusetzen,wie z. B. den Gebrauch sich durch sie in seinen geistli»chen Verrichtungen die Schuhe anziehen zu lassen; undgab nicht einmal zu, daß sie am Fuß seiner bischöflichenKanzel Platz nahmen.
Nicht damit zufrieden, die Gläubigen durch ihrePfarrer unterrichten zu lassen, laS er, nach den Beispie»len der Bischöffe der ersten Jahrhunderte der Kirche, mit !ihnen über alle Theile der Pflichten eines Christen dieHomilien, und zwar laS er solche mit der Rührung einervon ihrem Gegenstand durchdrungenen Seele, und mitBeredtsamkcit und herzlicher Ueberzeugung. Sein edler An»stand und seine Frömmigkeit, bey Ausübung des Gottes, ^
dicnsteS, oder wenn er demselben auch nur als ein ge» >
wdhnlicher Gläubiger, ohn« Vorrecht und Auszeichnung !anwohnte, erbaut« sogar diejenigen Personen, die ammeisten gegen ihn eingenommen waren,
Obgleich seine Pfarrklnder dieß zugestanden, ließensie sich doch von den Anbängern deS römischen Hofes irreleiten, die Rieci für «inen um so gefährlicheren Men,scheu erklärten, weil er, wie sie sagten, nur deßwegensich das Ansehen einer großen Frömmigkeit und eines ge«segelten Wandels gäbe, um seinen falschen Lehren undssisttn irrigen Grundsätzen mehr Eingang zu verschaffen,