Band 
[Erster und zweiter Band.]
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Man müsse, sagte er. den Stand der Dinge nach eige-ner Einsicht beurtheilen, und nach den kritischen Um-ständen, in denen man sich befinde, lernen, dem Un-glück der Zeit in allem nachgeben, in sofern es sich nichtum die Reinheit der Lehre, und der gesunden Moralhandle.

Die Schwachheit und strafbare Nachgiebigkeit, ei,gentlich aber, die Theilnahme der Regierung an obigenUnordnungen, machten, daß der Aufstand endlich mganz ToSkana allgemein wurde. Er brach sogar am 8 .Juny 1790 in Florenz selbst aus, und e» kostete dasVolk wenig Mühe, das zu erhalten, wozu man ihmohnehin Hoffnung gemacht; nämlich die Abschaffung al-ler Reformen in geistlichen Dingen, und die Crthcilnng vonVerordnungen, welche die unumschränkte Händelsfrcybcitso wie auch die Wiederherstellung der alten annonarischenGesetze, begünstigten.

Unter diesen Umständen bot eine englische Dame ka-tholischer Religion, dem Bischof von PiStvja Empfeh-lungsschreiben und Geld an, um der Gefahr zu entge-hen, und sich wo andcrshin flüchten zu können. Alleinunser Prälat glaubte es scye genug, wenn er sich auffein Landhaus in der Provinz Chianti, zurückzöge; wo-selbst seine Gegenwart, den Bischof von Fiesola, seinePriester und das Volk dergestalt in Schrecken setzte, daßsie sämmtlich Ricci flohen, um nicht der siegenden Par-thie verdächtig zu werden.

Der Kayser Leopold, dem der Prälat seinen Kummeranvertraute, und ihm die Unordnung schilderte, die ausder gänzlichen Aufhebung der wohlthätigen Maßregelndie er zum Wohl seines Volkes genommen hatte, hervor-ging, schien ein System von Strenge annehmen zu wol-len, das geeignet wäre, die Ucbclgcsinntc» zur Ordnung