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Er sprach mit ihm von den Unruhen in den Erb«staaten und in Frankreich, von seiner Besorgniß sür diekönigliche Familie, hauptsächlich aber für die Königinseine Schwester, während der ganzen Audienz zeigte ereine solche GcistcSunruhe, und eine solche Angst, daßunser Prälat an ihm seine gewöhnliche physische Stärke,seinen Muth, und alle die schönen Eigenschaften vcr«mißte, die ihn ehemals auszeichneten.
Ricci ließ sich auch dem neuen Fürsten vorstellen.Ferdinand der dritte nahm ihn eben so gütig aus; gabihm in einer seyerlichen Audienz die schmeichelhaftestenBeweise seiner Achtung, und versicherte ihn nach An,hörung seiner Klagen, seine« kräftigsten Schutzes. Sowie dieß bekannt wurde, schien die Hoffnung in denHerzen aller gutgesinnten Personen in der Diöccse PiS«toja und Prato wieder zu erwachen, und der Großher«zog wurde mit Bittschriften der Pfarrer, der Professorender Seminarien, mehreren Priestern und angesehenenBürgern bestürmt, die mit großem Geschrey ihre ehemali«gen Hirten zurückverlangten. Allein es war schon früherbeschloßen worden den Bischof Ricci der öffentlichen Rnhezum Opfer zu bringen, und Leopold ließ dieß unsernPrälat bey seiner letzten Zusammenkunft deutlich merken.UcbrigenS war an dem Kaiser, nach Ricci's Lebensbe«schreiber auch dießmal dieselbe Unruhe zu bemerken, wiedas erstemal; er verbarg nicht die Leiden seiner Seele,und gestand sogar ein, man dürste ihn eines Tages be-schuldigen, Ricci aufgegeben zu haben. Er schwand ficht«
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