Vierundsechzigstes Kapitel.
Aicci wird über die Civileinrichtung der Geistlichkeit in Frank»ttich und übcr den, von der konstituirendcn Dcrsammlungverlangten Priestereyd zu Rathe gejogen, und billigt Bey.des.'— Unglück das für ihn wegen dieser Entscheidung,in Italien hervorgeht.
Ricci wurde von seinen Freunden in Frankreich,wo man seit der gewaltsamen Zernichkung der alten Miß-brauche weit entfernt war suhig zu sey», und die Her»stellung einer neuen Ordnung der Dinge erwartete, welcheohne Unterlaß durch die Unwissenheit und das persönlicheInteresse gehindert ward, über folgendes um Rath gefragt:ersten- über die Orthodoxie der Civilcinrichtung der Geistlich»keit, zweitens über den Schwur den die Volk-repräsentantenvon den Priestern forderten, dritten- übcr den Gehorsamden man den geschwornen Priestern, welche die Stelle»derjenigen die diesen Schwur verweigert, erhalte» hatten,schuldig sey ( 62 ).
In einer vertraulichen Antwort sagte der ehemaligeBischof von PiStoja, daß die Staat-obergewalt, sse besteheworinn sie wolle, allerdings einen Schwur der Treue undder Unterwerfung unter ihre Gesetze und Verordnungenverlangen könne, und daß sogar alle Unterthanen, ohne