Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
298
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Fünfzigste Note.

(So) Da Ricci erfuhr, daß man wieder anfieng in einigen Non-nenklöstern zu tanzen und Komidi« zu spielen ... so schaffteer diese Unordnungen ab.

Es scheint als wenn die Unordnungen nicht in ganzToSkana aufhörten. Die Archive Riccis enthalten einenBrief vom Bischof Gregor *) an den Bischof von Pis,toja, der zwanzig Jahre nach jener Zeit, wovon wirsprecht«, geschrieben wurde (PariS, den 4. August IgOZ),und worinn es heißt:

„Die Erzählung der Skandals die in ihren Klösterngetrieben werden, nagt mir am Herzen,- da aber dasWeltlebcn und die Unordnung sto sehr darin« überhandgenommen haben, >o wäre es besser man höbe sie auf,weil es doch unwahrscheinlich ist, daß man sie noch bestfern kann.

Elnundfünfzigste Note.

(Zi) Man hörte nicht auf, mit übermäßigem Ablaß, der vonIrrthümern strotzte, in der Diöcese von Pistoja, Handel zutreiben-

Ricci könnte au« seiner Diöcese mehrere merkwürdigeBeyspiele, von dem abscheulichen Mißbrauch anführen,welchen der römische Hof mit seinem Ablaß trieb.

>) ES geschieht mit der Erlaubniß dieser ehrenwerthen Präla-ten , daß wir seine Briefe unter seinem eigenen Namen be.kannt machen und wir bitten ihn, unsern aufrichtigen Dankfür diese Gunst zu genehmigen, da sie dem Leben Ricci« ei-nen neuen Werth ertheilt.