Band 
[Erster und zweiter Band.]
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§05

durch die Intriguen des römischen Hofes und seiner Agen-ten in der Hoffnung erregt wurden/ um dadurch allenRcformativnsversuchen, welche damals die Liebe zum all-gemeinen Besten dem Haus Oestreich einflößte, unüber,steigliche Hindernisse in den Weg zu legen.

Hier folgt, was wir aus dem weitläufigen Brief-wechsel des Bischofs von Pistoja über diesen Gegenstand,ausgezogen haben.

Seine Freunde setzten ihn regelmäßig von allem demin Kenntniß, was sich merkwürdiges in denjenigen Län-dern zutrug, wo die Regierungen denselben Geist zeigtenwie in Toskana. Wir haben davon Beyspiele hinsichtlichdessen, waS die Reformen des Kaiser Joseph ll. in denNiederlanden, vor dem Jahre 1787 anbetrifft, i» derNote (4) zwey, ersten Bandes, Stile 141 angeführt.

Am 1. Juli desselben Jahres, schrieb der Abbe Bel-lrgarde von Paris aus, an Ricci folgendes:

Gnädiger Herr!

„Sie werden aus den Zeitungen die aufrührerischenBewegungen in den östreichischen Niederlanden ersehen ha-ben. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß die Er-Jesuitcn und die fanatischen Anhänger der Anmaßungendes römischen Hofes die Hauptanstifter derselben sind.Sie haben solche schon seit mehreren Jahren- durch sihrrReden, ihre Intriguen, ihr Sturmläuten und die auf'rührcrischen Schriften, womit sie das Land überschwemmthaben, vorbereitet. Sie suchten das Publikum zu über-reden, daß der Kaiser die Religion und die Staatsver-fassung über den Haufen werfen wollte, und unglücklicherWeise haben Abänderungen in der politischen Ordnungder Dinge, der zweyten Vcrläumdung Vorschub gethan."

Am Zl. August schrieb er einen zweyten Brief überZweiter Theil. 20