Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
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Teller in der Hand; äußerte sich aber doch mit vielerRuhe und Klugheit. Die römische Helene vermittelte denStreit, wie jene Sabincrinnen nach dem vollzogenenRaube... Diese Anekdote ist ganz zuverläßig wahr."

Der Verfasser dieser Noten, der mehrere Jahre nachder doppelten Restauration, sowohl der bürgerlichen, alsreligiösen in Rom wohnte, war während eines Jahresdieser Epoche Zeuge dreier skandalösen Auftritte, welchedie Müssigängcr sehr belustigten. Hier folgt die Erzäh-lung des ersten Auftritts.

Die öffentliche Meinung (eine. sehr ernsthafter Be«Irachtungcn würdige, Erscheinung), war während dersehr langen Besetzung der päpstlichen Staaten durch dieFranzosen, weit strenger geworden, und Schuld darandaß einer junger Prälat, dem ein Ehemann seine Frauabgetreten hatte, fortgejagt werden mußte.

Kurze Zeit hernach, mußte sich der Prälat-Gouver-neur der Hauptstadt des Katholicismus, durch die Fluchtvor der Strafe retten, die er sich durch seine Verun-treuungen, durch die Ausstellung falscher Wechsel für bedeu-tende Summen und seine zügellose Liederlichkeit, welche erdurch alle Arten von Gewaltthätigkeit unterstützt hatte,zugezogen.

Ein dritter Prälat, Verwandter eines achtungswer-then Kardinals und vertrauter Helfershelfer eines andernKardinal«, wurde durch die Gensd'armen auf frischerThat ertappt, wie er unter den Säulengängen einesPallasteS, beynahe öffentlich, dem schändlichste« Lasterfröhnte...

Am 20. Oktober 1790 schrieb der Abbe r. an denBischof Ricci '):

1) anno 1790, Part. 2 , no. 107-

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