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Asien.
Aksu, Stadt an der Südseite der Thian-Schan, mit MX) H. und leb,haftem Handel, kann als die Hauptstadt gelten, da es der Sitz des Ober-befehlshabers aller Truppen in diesem Theile des Chinesischen Reichs ist. DieEinwohner machen Baumwollenzeuge und vortreffliche Arbeiten von Jaspis.Aarkand, große und bevölkerte Stadt am Flusse gl. N., ist der Mittelpunktdes Handels zwischen Nordasien, Indien und China und hat 12,000 H. undeine Besatzung von 4500 Mann. Kaschgar, große Stadt am Ara-Tumcn,durch Handel und Gewerbe blühend, hat 15,000 Häuser, 80,000 (nach Balbi40,000) Einw., worunter >6,000 steuerbare, eine Festung und eine Besatzungvon 10,000 Mann. Die Einwohner sind geschickt im Polinn des Jaspis undin Berfertigung von Arbeiten aus Gold. Khotan, Stadt am Flusse gl.N-, worin sich die schönsten Jaspisgeschiebe finden, treibt Handel, Seidenbauund Seidenweberei. Kutsche, Stadt an der Südseite des Lbian-Schon, inderen Gebiet es viel Kupfer, Salpeter, Schwefel und Salmiak gibt. Zwischendieser Stadt und Jli in der Dzungarei ist der zum Thian-Schan gehörendeGletscher Mussur-Tagh oder Mussar-Tagh (Mussart), dem die ihnbedeckende Eismengc das Ansehen einer Silberwasse gibt, und über welcheneine gefahrvolle Straße aus der kleinen Bucharci nach Jli führt. Us chi, kleineStadt in einer schönen Gebirgsgegend, mit einer Münze für Kupfergeld.Kharaschar, Stadt in einer fruchtbaren, gut angebauten Gegend. Lur-fan oder Kune-Turpan, Stadt, in deren Nahe der Vulkan Ho-Tschüuist. Khami oder Haun, Stadt in einer sehr fruchtbaren und wohlange-bauten Oase, am Südostfuße des Thian-Schan, wird von vielen Handelska»rawanen besucht und erzeugt in ihrem Gebiete trefflichen Reis und schönesObst; vorzüglich sind die Weintrauben und Melonen berühmt.
III. Die Mongolei.
Sie gränzt gegen O. an die Mandschurei, gegen S. an China,Tibet und an die kleine Bucharci, gegen W. an die freie Tatareioder Turkestan und gegen N. an Sibirien und liegt vvin 36" bis50" N. Br. und von, 90" bis 140» O. L.
Der große Altai durchzieht den nördlichen Theil dieses un-geheuren, aber noch wenig bekannten Hochplateaus Mitlelasien's inverschiedenen Richtungen und Fortsetzungen (wohin der Chinganlängs der Ostscite des Onon, der Khangai oder das Changai-sche Gebirge, nördlich vom Ursprünge des Orchon, das Chari-ten sche Gebirge auf der Nocdscile der Selenga, die KeltV derTannuscheu Berge und viele andere gehören) und schickt Sibi-rien seine großen Flüsse zu, als die Selenga, den Jenisei undJrtisch. Den südwestlichen Theil des Landes (die Dzungarei)durchläuft das Himmclsgebirge oder Thian-Schan und trennt ihnvon der kleinen ^Bucharci, wozu der Bogdo-Oola gehört. Imsüdöstlichen Theile der Mongolei erhebt sich an der großen Beugungdes Hoangho, der auch hier seinen Ursprung hat und eine Streckeder Mongolei durchstießt, der In-Schau oder Gard-Schan, wel-chen man als eine östliche Fortsetzung des durch die Wüste Gobi un-terbrochenen Thian-Schan ansehen kann. An der Westseite dergroßen Hoanghokrümmung ist der Ala-Schan, welcher den Gard-Schan mit dem Kilian-Schan und Nan-Schan, zwei im N.des großen Bcrgknotens des Kuku-Nor von W. gegen O. streichende