Dieser ausgezeichnete Staatsmann berief die geschick-testen Künstler und Fabrikanten nach Frankreich,suchte ihre Talente überall zu belohnen und errichtetemehrere Manufakturen, namentlich die zu Vanrobaisund Sedan, welche Patente als Manufacturen zuseinen Tuchen und Zeugen nach holländischer undenglischer Art erhielten. Dieser scharfdenkende Mini-ster sah wohl ein, daß, wenn die Wollen-, Seiden-,Baumwollen - und Leinen - Manufacturen in einemLande bestehen und den Handel unterhalten sollen,die Staats-Regierung auch darauf zu sehen habe,daß allen denjenigen Wissenschaften und Uünsten,durch deren Mitwirkung den Kunstprodukten ein ho-her Grad von Eleganz ertheilt werden kann, einegrößere Vervollkommnung zu Theil werken muß.Aus diesem Grunde wurden nach einander die be-rühmtesten Chemiker, z B. Dufay, Hellot, Maqueru. a., von der französischen Regierung beauftragt, sichmit der Verbesserung der Färbekunst zu beschäftigen.Und es ist nicht zu läugnen, daß wir jenen Gelehrtenund deren Nachfolgern, in Hinsicht der Färbe- undZeugdruckerkunst, so wie des ganzen Manufacturwe-sens einen hohen Grad der Vervollkommnung zu ver-danken haben, und daß sie die Bahn zur Vervoll-kommnung aller technischen Gewerbe, und besondersder Manufacturen, geöffnet haben. Selbst die berühm-ten Gelehrten jener Zeit, Anderson und Home, stim-men in ihrem Urtheile darin überein, indem sie sagen:daß das französische Manufacturwesen blos der da-maligen Akademie ihr Uebergewicht zu verdanken habe-
§- 2 .
Schon oben wurde erwähnt, daß immer gewisseUrsachen zum Grunde liegen, wenn sich in einem
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