wenn die Walklöcher breit und weit, aber nicht zueng und tief sind, weil im erstem Falle die Walk-hämmer breiter und stärker und deswegen schwerer ,werden, wodurch der ganze Zweck des Walkens eherund besser erreicht, wie auch Seife erspart werdenkann. Sind hingegen die Walklöcher zu tief undeng, so kann das Luch nicht gehörig gewendet wer-den, und wegen des Stillhaltens schlagen die Häm»mer mehrere Male auf eine Stelle, welches Schadenbringen kann; desgleichen springt die aufgegosseneSeife gewöhnlich hinten hinaus und geht ohne Wir-kung verloren (h. 178).
In manchen Walkmühlen ist die alte Einrich-tung noch gebräuchlich, daß, wenn die Hämmer nichtmehr arbeiten sollen, sie aufgehoben und mit Stützenzurückgehalten werden. Besser ist es aber, wenn daSZurückhalten der Hämmer mit Schwerdern oderKlinken bezweckt wird, die an den Seitenwänden an- igebracht sind, und dann zwischen zwei an den Häm-mern sich befindenden Pflöcken eingelegt werden.
§. 175.
Von den Sudltan;en ^um Reinigen undWalken der Tuehe, tuchartigerZeuge u. dgl.
Beim Reinigen und Walken der Tuche und an-derer Wollenzeuge bedient man sich derjenigen alka-lischen Substanzen und der Seifen, welche man zumReinigen der Wolle, Wollkämmlinge und Garne an-wendet, und die bereits in der zweiten Abthei-lung beschrieben worden sind; es bleibt daher bloßnoch die Erörterung der gewöhnlichen Seife, derWalkerde und der sogenannten Unterlauge übrig.Die Beschreibung von der Bereitung der Hausseifeunterbleibt aus dem Grunde, weil die Bereitung von