i) Flucken in der Waare heißen solche Stellen,wo die Fasern der Oberfläche sich gekräuselt haben,ohne sich zu filzen.
K) Damit die Waare nicht zu breit oder zuschmal, nicht zu lang oder zu kurz werde, so muß siebeim Ausrichten streckenweis in der Breite und dannin der Länge gemessen werden; die Länge weiß aberder Walker schon durch das Einlegen in die Rung-häken beim Ausringen zu beurtheilen. Darauf grün-det sich das Eindrehen und Einsetzen der Waare indas Walkloch.
l) Die Seife zum Walken, sie sei hart oderweich, muß vorher mit heißem Wasser erweicht, miteinem Quirl oder stumpfen Besen aufs Beste zerrührtund gelöst und dann mit noch mehr Wasser verdünntwerden. Unvollkommen gelöste Seife nachzugießen,ist der Waare schädlich und wirkt auf einigen Stellenzu wenig, auf andern wieder zu stark.
m) Wenn mit Seife gewalkt wird, so muß sieanfänglich etwas dicker sein, wenn sie gute Diensteleisten und bald wirken soll; nachmals aber kann sieviel dünner nachgegossen werden.
n) Die Waare wird, besonders die Tuche undtuchartigen Zeuge, durch das Ausspülen mit kaltemWasser, fest und lederartig, gießt man aber aufsNeue warmes Wasser hinzu, so wird sie wieder lockerund schwammartig; deswegen muß man das Letzterezu vermeiden suchen.
tz. 187.
Theorie des Valkens.
Das Filzen der Wolle und das Walken wollenerWaaren stützt sich bloß auf die Struktur aller thieri-schen Haare (tz. 28. u- 83.); denn das Entfetten der