24V
Wenn man Wasser oder eine andere Flüssigkeitmit Vitriolöl gemischt hat, so muß die Mischung aufallen Stellen des Gefäßes aufgerührt werden, weil esals ein schwerer Körper sogleich zu Boden fällt.
tz. 316.
Mehrere Sorten des Vitriolöks hinsichtlichihrerStärkegrgenelnanderaukdie einfachsteArt ;u prüfen.
Man füllt ein Glas von bekannter Thara mitdestillirtem Wasser und merkt genau an, wie viel esin sich faßt. Dann füllt man das wieder ausgetrock-nete Glas mit dem zu prüfenden Vitriolöl und wägt,wie viel von diesem in das Glas geht. Nun dividirtman mit dem Gewichte des Wassers in das Gewichtdes Vitriolöls, und der Quotient zeigt an, wie vielMal mehr von diesem, als vom Wasser, in das Glasgeht. Z. B. das Glas enthielt 1VVV Theile Wasser,aber 186V Theile Vitriolöl, so wird sich das eigen-thümliche Gewicht des letztem zu dem Wasser ver-halten wie 1,86V zu I,vvv. Und auf diese Art ver-fährt man auch mit den übrigen Sorten. Je stärkeroder schwächer eine Sorte gegen die andere ist, je mehroder weniger wird sie gegen die obiqe nach dem Ver-hältniß wiegen.
tz. 317.
Allein die Erforschung des specifischen Gewichtsdes Vitriolöls und dessen Sorten ist noch nicht hin-reichend, die wirkliche gute Eigenschaft und Beschaf-fenheit einer solchen Säure zu beurtheilen. Wir ha-ben Beispiele, daß betrügerische Fabrikanten solcherSäuren selbige verfälschen, und besonders in dem Vi-triolöl gewisse Salze, z. B. schwefelsaures Kali undGlaubersalz, darin auflösen, und auf diese Art die