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solche Stühle, bei welchen die Kette in einerWertical-ebene aufgespannt ist und die Schäfte durch eine an-dere einfache Vorrichtung ersetzt sind (Hautelisse-Stuhl).Das Mustergemälde, die Patrone, befindet sich hierhinter der Kette, und die Weberei ist die nämliche,wie im vorigen Falle.
Zweiter Abschnitt.
Bon der Färbekunst überhaupt, und von der praktischenFärbekunst der Wolle, Tuche, Wollenzeuge und Garneinsbesondere.
tz- 2S1.
Einleitung.
Vor alten Zeiten wurden bloß die fabricirtenTuche und wollenen Gewebe gefärbt; die Wolle undGarne zu färben wurde erst später gebräuchlich. In-dessen wird selbst noch von vielen Färbern, und beson-ders von den Fabrikanten, das Färben nach der vonAlters hergebrachten Gewohnheit und nach dem ge-wöhnlichen empirischen Unterricht, den gewöhnlich einFärber seinen Lehrlingen, ein Fabrikant seinem Nach-folger und ein Freund dem andern ertheilt, betrieben.Aber die Wenigsten von Allen färben nach rationellenGrundsätzen und sind im Stande, das Gelingen unddas etwaige Mißglücken nach chemischen und physischenGrundsätzen izu erklären. Einer der allerwichtigstenGegenstände der Kunst-, Waid- und Schönfär-berei ist die Führung der Waid-Indigküpe,