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Obgleich die Chemiker bei den erhaltenen Resul-taten ihrer Untersuchungen des Jndigo's nicht erwäh-nen, daß er in seinem gewöhnlichen Zustande auchleichtgebundenes Ammoniak enthalte, so ergiebtsich doch sehr deutlich, daß dieses einen Bestandtheildes Jndigo's ausmacht. Bringen wir abgeriebenen In-digo mit Kali- oder mit Eisenvitriollösung zusammen,so empfinden wir in keinem Falle einen Ammoniak-geruch; werden aber diese drei Substanzen auf einMal mit einander in Verbindung gebracht, so erfolgtnicht nur kurz darauf die Auflösung desselben, sondernauch ein sehr starker Geruch nach flüchtigem Ammo-niak. Und da das Ammoniak aus Salpeter- undWasserstoff besteht, so müßte doch wenigstens der In-digo Salpeterstoff enthalten, was aber nicht bewiesenworden ist.
ß. 334.
Den Indigo auf die leichteste Art?u prüfen.
Um zu erfahren, welche Indigo-Sorten am reich-haltigsten an Pigmenten sind, ist folgendes das aller-leichteste Mittel: Man pulverisirt die verschiedenen Sor-ten Indigo, die man prüfen will, wiegt sie zu gleichenTheilen ab und löst jede Sorte für sich in Vitriolöl,davon ist in einem Glase so viel als in dem andern,gießt hernach jede Sorte ausgelösten Indigo in diedazu geeigneten Töpfchen mit Wasser, macht sie ko-chend, steckt in eins so viel gereinigte trockne Wolle,wie in das andere, und läßt alle so lange kochen, bisdie Flüssigkeiten ein grünliches Ansehen haben und dieWolle den Indigo alle angezogen hat. Wenn nundie Wolle gespült und getrocknet ist, kann man denVergleich gegen einander anstellen und sehen, ob die