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Zwölfte Abtheilung
Von einigen Modefarben oder Couleuren aus Wolle,Garne, Tuche und wollene Zeuge.
tz. 502.
Die eigentlichen Modefarben, oder die sogenann-ten Couleuren, fallen in der Tuch- und Wollenfär-berei nicht so häufig vor, als auf schmaler Waare,z.B. Easimir, Sequi, Wollcorde, und besonders aufKämmgarn-Zeuge hat man so viele Abstufungen vonFarben, daß es kaum möglich sein würde, sie alle zubeschreiben, und noch unmöglicher ist es. ihnen allenNamen zu geben.
Man kann nie eine bestimmte Modefarbeohne vorliegendes Muster erzeugen, und der Fär-der muß viele Erfahrungen in der Couleurenfärbereigemacht haben, wenn er nach Muster färben will;denn außerdem ist nichts leichter, als eine Couleur zuerzeugen. Wir können indessen bloß einige Modefar-ben hier mittheilen, weil es zu viel Raum erfor-dern und dem wahren Zweck dieses Werkchens zuwi-der sein würde.
tz. 5V3.
Grau ;u körben auk Wolle.
Eine ganz eine einfache graue Farbe kann in denobigen Schwanflotten erzeugt werden, wenn man8—4 Pfund Eisenbeize (h. 452.) zusetzt, ohne daßman etwas Anderes zusetzt, noch andere Hitze anwen-det, sondern die Wolle hineinthut und gut behandelt,damit sie egal werde. Will sie zu braun werden, so kannman noch zuletzt etwas Pottasche nach und nach zu-setzen; die Wolle bleibt im Ganzen 1 Stunde im
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