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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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11
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Geschichte u. Literatur der Geologie. 11

Theorie der Erde" war der erste allgemeine Versuch,gesunde und bestimmte Grundsätze in der Geologie einzu-führen. Die feurige Entstehung des Granits wurde zuerstvon Hutton vorgebracht und durch seine Ähnlichkeit mitmanchen krystallinischen vulcanischen Gesteinen, dadurch,daß er Gänge und Trümmer in geschichteten Gebirgsar-ten bildet und dieselben da, wo er mit ihnen in Berüh-rung kommt, verändert. Play fair redete von derstufenweisen Zersetzung und Wegführung der Oberflächen-theile der Erde durch Bäche, Flüsse und Ströme, wo-durch auf dem Meeresboden Materialien für neue Län-der entstehen, die dann durch Erdbeben emporgehobenwerden. In Kirwan und De Luc fand Huttongeschickte und bedeutende Gegner.

Werner und seine Schüler beschäftigten sich haupt-sächlich mit den älteren, den sogenannten Ur- und Über-gangsgebirgen; die englischen Geologen zeichneten sich be-sonders durch eine eifrige und genaue Untersuchung dersogenannten Flötzgebirge und der in denselben eingeschlos-senen Versteinerungen aus, und unter diesen Geologenjener Zeit verdient Will. Smith besonders genannt zuwerden. Die Franzosen machten sich besonders durch dieErforschung der tertiären oder derjenigen Gebirgsforma-tionen verdient, welche durch das Werk der berühmtenNaturhistoriker Cuvier und Alex. Brongniart überdiemineralogische Geographie der Umgegend von Paris"zuerst angeregt wurde. Durch diese Arbeiten der Eng-länder und Franzosen gelangte man zuerst zu der Über-zeugung von der Wichtigkeit der Zoologie bei dem Stu-dium der Geologie. Der unnütze Hypothesenbau tratin dieser Periode der Geschichte der Geologie gänzlichzurück, Beobachtungen herrschten vor und durch die 1803gestiftete geologische Gesellschaft zu London wurde diesesStreben der Geologen hauptsächlich befördert, ja manscheuete sich sogar, Folgerungen zumachen. Dieser Verein,der seitdem eine große Ausdehnung erlangt hat, warhauptsächlich darauf berechnet, die Mitglieder zu gemein-schaftlichen Arbeiten anzufeuern, die einzeln gemachten