Gesteinmassen der Erde. 41 .
gewöhnlich in einer mehr, oder minder senkrechten Rich-tung ab, setzt noch in Ästen oder Gängen in dieselbehinein, durchdringt auch wohl die Spalten darüber lie-gender Gebirgsmassen, oder drängt sich gleichsam lager-weise zwischen die Schichtungen hinein. Besonders merk-würdige Verhältnisse in dieser Beziehung zeigt die schot-tische Insel Arran. Man findet selbst Gänge von Granitwiedsr im Granite, auch setzen viele Erzgänge im Gra-nite auf, wie im Schwarzwalde, in Cornwallis, Sach-sen, Böhmen u. a. O., oder die Granilmassen führenselbst Erze, wie bei Altenberg in Sachsen, bei Gersbachim Schwarzwalde. Der Granit ist eingeschichtet, aberer ist gemeiniglich sehr zerklüftet und plattcnförmig, säu-lenförmig oder kugelig abgesondert. Mancher, z. B. dervon den Schnarchern am Brocken, vom Jlsenstein, wirktauf die Magnetnadel.
Der Syenit wird aus Feldspath (meist Labrador)und Hornblende gebildet. Der Feldspath macht auch hierden vorwaltenden Bestandtheil aus und ist gewöhnlichroth, seltener grau und weiß, mitunter zeigt er Spiegel-farben, in seltenen Fällen verliert er sein blätteriges Ge-fügt und wird dicht. Das Gemenge ist meistens klein-und feinkörnig, und als zufällige Gemengtheile trifft manQuarz, Glimmer, Hypersthen, Chlorit, Strahlstein,Epidot, Granat, Iirkon, Titanit, Rutil, Schwefelkies,u. a., jedoch im Ganzen nicht häufig an- Er geht inGranit und Grünstein über. Bisweilen findet man imkleinkörnigen Syenite eingewachsene Krystalle oder aus-gezeichnete größere Parthieen von Feldspath (Porphyr-artiger Syenit).
Der Syenit ist nicht sehr allgemein verbreitet, inmanchen Gebirgen fehlt er ganz oder nimmt doch nichtleicht bedeutende Strecken ein. In seinen Verhältnissenzu den umgebenden Gebirgsmassen ähnelt er dem Granit,kommt aber auch mit Porphyr zusammen vor, und wech-selt dann in unbestimmten Richtungen mit demselben ab,wie in Sachsen, auf dem Thüringerwalde. Als Gang-masse wird er seltener angetroffen. Er ist ohne Schich-