42 Gesteinmassen der Erde.
tung, zeigt aber Absonderung wie der Granit. AufGängen brechen in ihm Gold, Silber, Zink, Blei, Ku-pfer und Zinn ein, wie zu Scharfenberg in Sachsen, inUngarn, Mexiko. Er giebt, wie der Granit, einen fe-sten Baustein, und wird auch zu architektonischen Gegen-ständen verarbeitet.
Unter Gabbro ( bbipbotiä« ) begreift man einkörniges Gemenge von dichtem Feldspathe mit Schiller-spath oder andern hornblendartigen Mineralien, das aberdurch zufällige Beimengungen und durch den mehr oderminder frischen Zustand seiner Gemengtheile ein mannich-faltiges Ansehen erhält. Der Schillerspath wird häufigdurch Glimmer, Talk oder Bronzit ersetzt. Zufällig bre-chen blätteriger Feldspath, Quarz, Granat, Vesuvian,Augit, Speckstein, Titan u. a. Mineralien ein. Erbricht gewöhnlich mit Serpentin zusammen und geht selbstin diesen über, kommt jedoch auch abgesondert von dem-selben vor. Eine besondere Abänderung bildet der amFichtelgebirge und in Steiermark vorkommende Eklogit,der aus einem körnigen Gemenge von Omphazit undGranat besteht.
Der Gabbro ist in den meisten größeren Gebirgenvorhanden, jedoch gewöhnlich in geringer Ausdehnung, soam Harze an der Baste, am Fichtelgebirge bei Kupfer-berg, Brotterode am Thüringerwalde, bei Frankensteinin Schlesien, bei Dobschau in Ungarn, in der Schweiz,Piemont, Corsica, an der Westküste Cyperns rc- Anvielen Orten erscheint er unter gleichen Verhältnissen wieGranit, als massiges Gebirge oder gangbare Räume bil-dend, an andern Orten aber scheint er dem Gneis undGlimmerschiefer untergeordnet zu sein. Schichtung findetsich bei dem Gabbro nicht, auch kaum daß fremartigeLager in ihm eingeschlossen wären, wohl aber setzen Gängein ihm auf, wie bei Caracas in Südamerika. Absonde-rungen wie bei Granit und Syenit sind noch nicht beob-achtet.
Der Grünstein (Diabase, Diorit) ist ein Ge-menge aus Lichtem Feldspath und Hornblende, bald der