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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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43
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Gesteinmässen der Erde. 4!

eine, bald der andere Gemengtheil vorwaltend, und oftso innig verbunden, daß das Gestein einfach erscheint.Oft kündigt sich die Gegenwart der Hornblende nur durchdie grünliche Färbung der Feldspathsubstanz an, biswei-len aber verschwindet der Feldsparh und es entsteht derHornblendefels. Als zufällige Gemcngtheile trifft manStrahlstein, Glimmer, Chlorit, Granat, Quarz, Asbest,Kalkspath, Epidot, Titanit, Magneteisen, Schwefelkies,u. s. w. Durch Verwitterung geht er in thonige Waffenund Walkerde, durch Verminderung der Cohärenz undstärkere Oxydation des Eisens in wackenartige Massenund Eisenthon.

Abänderungen des Grünfteins. Por-phyrartiger Grünstein. Der kleinkörnige und derscheinbar dichte Grünstein erhält zuweilen durch einzelneFeldspalhkrystalle porphyrartige Struktur.

Bariolit. Im dichten grünen Gemenge treten ein-zelne Kugeln von dichtem, weißem Feldspathe hervor.

Aphanit. Er erscheint als ein dichtes, mattes,grünes Gestein, mit splitlerigem oder erdigem Brucheund unbeträchtlicher Härte.

Mandclstein. Die ganze Masse ist dicht, thonigund erdig geworden, entweder grünlichgrau (Wacke)oder durch das stärker oxydirle Eisen der Hornblendesub-stanz braunroth (Eisenthon), und enthält Blasen-räume, welche häufig wieder mit andern Mineralien,z. B- Quarz, Achat, Aeolith, Prehnit, Kalkspath. rc.ausgtfüllt sind. Die Dolerite geben durch gleiche Zer-setzungen sehr ähnliche, kaum zu unterscheidende Mandel-steine.

Die Gemenge aus Hornblende und dichtem Feldspatheüberhaupt bezeichnet man auch mit dem.gemeinschaftlichenNamen Trapp. Der Trapp erscheint in sehr großerVerbreitung und in den meisten Gebirgen. Er bildethier gangartige Massen oder schneidet doch von den an-grenzenden Massen sich in ziemlich senkrechter Richtungab, und bat in seinen dichten und körnigen Abänderungenkeine Schichtung, indessen giebt es auch schiefecige Ab-