146 Veränderungen der Erdoberfläche.
Tuff, und auch daher von den Geologen dort mit auf-gezählt.
Daß bei Erdbeben auch brennende Vulkane von län-gerer Dauer aus der Erde hervorgetreten sind, ist fer-ner noch eine Erscheinung, die, wenn sie sich gleich andie Beobachtung der Erdbeben, die in der Nähe jedesbrennenden Bulkanes vorkommen, anschließt, dennoch nichtminder bestimmt als die vorhergehenden Beispiele für un-sere Ansicht spricht, und wir werden daher am Schlüssedieser Darstellung sehr natürlich zu dem Endresultate ge-führt, welches auch Herr v. Hoff aus seinen Forschun-gen ableitet, daß die eigentlichen Erdbeben in der Thatvon den vulkanischen Ausbrüchen nur durch den Mangeleiner mehr oder minder permanenten Ausbruchsöffnungverschieden sind, und daß beiden in den Tiefen der Erdeein und dieselbe Ursache zu Grunde liegt.
Bevor wir indessen die Erläuterungen über diesenTheil unserer Darstellung beendigen, wird es unstreitigvon Wichtigkeit sein, noch einen Blick auf die Verände-rungen zu werfen, welche die Erdbeben in der Gestaltder Erdoberfläche hervorzubringen im Stande sind.
Zunächst genügt es, im Allgemeinen zu bemerken, daßes unter der Zahl der beobachteten Erdbeben verhältnißmä-ßig nur sehr wenige gibt, welche in Beziehung auf die Ge-stalt der Oberfläche bleibende Veränderungen hinterlassen,die meisten derselben gehen spurlos, ja viele wohl selbstin Gegenden, in welchen die vulkanische Thätigkeit ingroßer Tiefe schlummert, unbemerkt vorüber; viele end-lich, wenn sie bedeutender sind, beschränken sich nur dar-auf, die Werke der Menschen zu zerstören, und erhaltendem Boden, auf welchem sie gebaut sind, seine alte Ge-stalt; wenige nur drücken der Gegend, in welcher sieherrschten, das Gepräge ihrer einstigen Anwesenheit inunvertilgbaren Zügen auf.
Das Wesen der. oft in ihren einzelnen Erscheinungensehr mannichfachen Änderungen, welche die Erdoberflächevon den Wirkungen der Erdbeben erleidet, besteht zu-nächst in Hebungen oder Senkungen einzelner Theile der-