Veränderungen der Erdoberfläche. 167
Diese intermittrrenden heißen Quellen kommen aus ei-nem Landstriche hervor, der bis auf eine beträchtlicheTiefe von einem Lavastrom bedeckt ist, und in welchemwarme Quellen und Öffnungen, aus denen Dämpfe ent-weichen, sehr gewöhnlich sind. Der große Geiser kommtaus einem weiten Becken hervor, welches sich trichterför-mig verengt und aus kieselartigen Inkrustationen besteht,die sich aus dem Wasser niedergeschlagen haben. DerDurchmesser des Kraters beträgt nach einer Richtung SSund nach der andern 46 Fuß.
In seinem Mittelpunkte ist eine Röhre befindlich, dieeine senkrechte Höhe von 78 Fuß und eine Weite von 8bis 10 Fuß hat, die sich aber, wie bemerkt, nach obenhin trichterförmig erweitert. Die innere Seite ist weiß-lich und glatt und besteht aus Kieselsinter. Am Randesind zwei Kanäle befindlich, durch welche das Was-ser abfließt, wenn das Becken voll ist. Das kreis-förmige Becken ist zuweilen leer, gewöhnlich aber mitschönem durchsichtigen siedenden Wasser angefüllt. Wäh-rend des Emporsteigens des siedenden Wassers in derRöhre, besonders wenn das Sieden am heftigsten ist undwenn das Wasser überfließt oder in Strahlen in die Höhesteigt, hört man unterirdisches Geräusch, gleich entfern-ten Kanonenschüssen, und die Erde wird etwas erschüt-tert. Das Geräusch steigt alsdann und die Bewegungwird heftiger, bis zuletzt eine Wassersäule mit lauten Ex-plosionen 100 — 200 Fuß senkrecht in die Höhe steigt.Nachdem dies eine Zeit lang, wie bei einer künstlichenFontaine, gedauert hat, hört es auf, es kommen dickeDampfwvlken aus der Röhre mit einem heftigen Brau-sen und einem donnerähnlichen Geräusch hervor, und dieEruption hat ihr Ende erreicht.
Wirft man Steine in den Krater, so werden sie so-fort wieder herausgeschleudert und die explodirende Kraftist so groß, daß sehr harke Gesteine zuweilen in kleineStückchen zersplittert werden. Header son fand, daß,wenn man eine große Menge großer Steine in die Röhredes Strockr, eines von den Geisern, warf, man in we-