hervorkommen, dessen obere Schichten aus Kreide, Sandoder andern durchdringbaren Substanzen bestehen, wäh-rend die Unterlagen von Thon und ähnlichen undurch-dringlichen Massen gebildet worden sind. Die einzigeSchwierigkeit ist nur die, zu erklären, warum das Was-ser nicht überall an der Verbindungslinie der beiden For-mationen, sondern nur an wenigen Punkten, die oft weitvon einander entfernt sind, hervorquillt. Die Hauptur-sache dieser Concentration des Wassers an wenigen Punk-te» besteht zuvörderst in den vielen Spalten, die als na-türliche Ableitungskanäle wirken, zweitens in dem Vor-handensein von Unebenheiten auf der Oberfläche der un-durchdringlichen Gebirgsarten, welche das Wasser leiten,wie es die Thäler an der äußern Oberfläche thun, indemsie das Wasser gewissen tiefer liegenden Kanälen zuführen.
Daß die meisten Quellen aus der Atmosphäre gespeistwerden, geht daraus hervor, daß sie bei sehr trockenenZeiten schwächer werden oder gänzlich versiegen, nachvielem Regen sich aber wieder füllen. Die Constanz undGleichförmigkeit ihres Volums rührt hauptsächlich vonder großen Ausdehnung der unterirdischen Reservoirs, mitdenen sie in Verbindung stehen, so wie auch von der Zeither, welche dazu erforderlich ist, daß sie sich durch Durch-sickerung ausleeren können. Solch einen stufenweisen undregelmäßigen Abfluß zeigen auch, obwohl in minder voll-kommenem Grade, große Seen, deren Niveau durch starkeRegengüsse nicht merklich verändert wird, so daß ihr Aus-fluß, statt daß er plötzlich anschwillt, das überflüssigeWasser nach und nach abführt.
In den letzter» Jahren ist die Theorie der Quellensehr bedeutend durch die sogenannten artesischen oderBohrbrunnen aufgeklärt, und es ist dargcthan worden,daß in verschiedenen Tiefen in der Erde Wasser und anmanchen Punkten Ströme vorhanden sind. Das zur Aus-höhlung dieser Brunnen angewendete Instrument ist eingroßer Bohrer, der eine 3 bis 4 Zoll weite Höhlungbohrt. Kommt man auf eine harte Felsart, so wirddieselbe zuerst durch ein stählernes Instrument zermalmt,