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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
Entstehung
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199
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Veränderungen der Erdoberfläche. 18 !)

nimmt, wie sie von ihrer Fortsetzung abgebrochen undmit dem abgebrochenen Ende emporgerichtet worden sind,während ihre Fortsetzung neben ihnen in größerer Liefe,in ehemaliger zum Theil wagerechter Lage noch jetzt ge-funden wird. Oder endlich, das Emporrichten der Lagerwich zwar wirklich an beiden Seiten des Höhenzugeswahrgenommen, aber sie bedecken den obersten Rückennicht gewölbartig, sondern sind dort auseinander gerissenund der Zwischenraum zwischen ihnen ist mit fremdarti-gen Massen erfüllt. Bisweilen sind auch die an den Sei-ten emporgerichteten Lager nicht durchaus gleichlaufendmit dem Höhenzuge, sondern mit ihren oberen Enden! auswärts geworfen und an einzelnen Punkten wohl zer-spalten und verschoben.

Diese Verhältnisse insgesammt beweisen wohl sehrdeutlich, daß sie durch Erhebung des festen Bodens nach! bestimmten Richtungen, wie wir 'dergleichen noch jetztI wahrnehmen, hervorgebracht worden sind. Ganz vorzüg-lich aber wird diese Ansicht dadurch begründet und dasWirken von Kräften aus dem Innern der Erde auf ihreRinde dadurch bestätigt, daß die Masse», welche manzwischen den mit Versteinerungen angefüllten Felslagern,

! da wo diese auseinander gerissen sind, hervortreten sieht,selbst nicht aus solchen Versteinerungen enthaltenden Fels-arten bestehen, sich auch überhaupt nicht als ehemaligeBodensätze des Meeres ankündigen, sondern wesentlich ver-schieden von diesen und von allen aus wässerigen Flüssig-keiten sich bildenden Niederschlügen, sich als mehr oderweniger vollkommen krystallinische und nicht geschichtetes Felsmaffen zeigen.

Diese Masse», die sogenannten Urgebirgs- und ba-saltischen Felsarten, finden sich nicht nur unter und nebenden geschichteten Felsarten, sondern sie erheben sich auchda, wo sie zwischen diesen hervordringen, in langen Zü-gen und hoch über dieselben in die Luft empor, und bil-den die höchsten Rücken, oder wenigstens innere, demRücken gleichlaufende Reihen der großen Gebirgsketten.

! Ihre Entstehung wird daher am einfachsten und leichte-