Von den Übergangsformationen. 321
daß der sandsteinartige Charakter völlig verschwindet.Reiner Thonschiefer, der bei großer Feinheit undGleichförmigkeit in Dachschiefer übergeht und dunkel-blauschwarz , grünlich oder rdthlich ist, kommt überall undhäufig in diesem Gebirge vor. Er enthält etwas kohligeMaterie, die an Menge zunimmt, jemehr sich das Ge-! stein den secondären Slraten nähert. Im Zeichn en-I schiefer soll der Kohlenstoffgchalt 11°/» und mehr be-tragen. Derjenige Thonschiefer, welcher nahe an denprimitiven Schichten liegt, ist glänzender als der andereund wird mehr dem Krystallinischen des Glimmerschiefersähnlich, während der dem Flötzgebirge nähere Thonschie-fer erdiger und weicher wird. Der Thonschiefer ist ge-wöhnlich in Lager von verschiedener Mächtigkeit getheilt,welche im Allgemeinen sehr steil stehen und wegen dernatürlichen Abtheilungen der Felsart meist steile, jäheund zackige Gebirge bilden. Eine häufig bei dem Schie-fer dieser Gruppe wahrgenommene Erscheinung sind die' Echieferungsflächen, welche nicht mit den Schichtungs-flächm zusammenfallen, sondern dieselben unter einemrechten Winkel durchschneiden.— Bemerkenswerth ist fer-ner noch der häufige Wechsel der mineralogischen Be-schaffenheit auf kurzen Strecken. Zuerst bestehen dieSchichten aus feinkörnigem Thonschiefer, dann werdendie Schichten sandiger und Sehen endlich in wirklichenSandstein über; dann wird die Verbindung zwischen deneinzelnen Körnern enger und die Gebirgsart geht endlichin Quarzfels über- Verfolgt man nun dasselbe Schich-tensystem weiter, so findet man, daß sich der quarzigeCharakter des Gesteins bald wieder verliert, dem fand«! steinartigen Platz macht und daß dieser endlich wiederdem schieferigen weicht. Die erste Veränderung erleidetder Quarzsels häufig durch die Aufnahme von Glimmer-blättchen, wodurch er bis zu einer gewissen Grenze schie-ferig wird und ein glimmerschieferartiges Gestein bildet.Jedoch ist die Veränderung nicht immer bedeutend, umwirklichen Quarzsels hervorzubringen; oft wird die Grau-wacke nur außerordentlich hart, allein ihr mechanischerGeologie. 21