Von den tibergangsformationen. 323
Mit der Grauwacke und dem Grauwackenschiefer kom-men zuweilen Lager und Schichtenanhäufungen von Kie-selschiefer, der, wenn er die schieferige Struktur ver-liert, in Ho ruft ein übergeht, ferner von Wetz-,Alaun-, Ehlorit-, Grünstein-, Hornblend-und Kalkschiefer vor. Ferner finden sich besondersin den älteren Theilen der Grauwacke solche Lager, diein ihrer mineralogischen Zusammensetzung gewissen Grün-steinen, Porphyren, Hornblendesteinen ic-,die uns als Feuergebilde bekannt sind, genau gleichenund die der Grauwacke eingelagert sind. Nach einer mehroder minder bedeutenden Erstreckung keilen sie sich zu bei-den Seiten aus, nachdem sie häufig vorher schieftrig ge-worden und dann von dem Hornblendegeschiefernicht zu unterscheiden sind. Wahrscheinlich wurden diesezwischengelagerten Massen während des Niederschlagesder Grauwacke als Lava ausgeworfen und bildeten Strö-me auf dem dermaligen Meeresboden. Sie sind jedochvon anderen Grünsteinen und Porphyren zu unterschei-den, welche auf Gängen und in Massen im Grauwacken-gebirge vorkommen und offenbar späterer Bildung alsdieses sind. Eine andere Art von Grünstein- und Por-phyrmaffen findet sich tafel- und plattenförmig zwischenden Schichtungsklüften der Grauwacke, in welche sie imfeurigflüssigen Zustande eindrangen, da jene Klüfte nichtden geringsten Widerstand leisteten.
Die Grauwackengruppe findet sich in Norwegen, Schwe-den und Rußland, bildet einen Theil des südlichen Schott-lands, verbreitet sich von hier mit verschiedenen Unter-brechungen durch neuere Bildungen und das Meer nachWestengland, der Normandie und Bretagne, und kommtausgedehnt in Irland vor Sehr verbreitet bildet sie dasniederländisch-rheinisch-westphälische Schiefergebirge (Ar-dennen, Eiffel und Hundsrück, Sauerland, Westerwaldund Taunus) und bildet einen großen Theil des Harzes.Sie nimmt eine große Fläche zwischen dem thüringerWalde und dem sächsischen Erzgebirge (Frankenwald,Fichtelgebirge, Voigtland) und ebenso in Böhmen ein.
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