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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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330
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230 Von den untereit geschichteten

gnesia in Talk- und Chloritschiefer, durch Hinzu-treten von Hornblende in Hornblendeschiefer über.

3) Chloritschiefer.

Besteht im Wesentlichen aus Blättchen von Chlorit,der ihn entweder allein bildet oder in verschiedenen Ver-hältnissen mit Quarz, Feldspath, Hornblende und Glim-mer vermengt vorkommt. Er geht auf der einen Seitem Glimmerschiefer, auf der andern in Thon- undLalkschiefer über. Die Schichtung richtet sich stetsnach der oft wellenförmigen und gebogenen Schieferung.

4) Talkschiefer.

Besteht aus Talkblättchen, mit oder ohne Quarz,Feldspath, Glimmer, Hornblende, und bildet, so wie derChloritschiefer, untergeordnete Lager im Gneis, Glimmer-und Thonschiefer. Das Gestein ist mitunter dünn unddeutlich geschichtet, bildet jedoch meist mächtige Bänkevon kurzer Erstreckung Nicht selten geht der Talkschie-fer in Chlorit-, Glimmer- und Thonschiefer über.

ü) Hornblendegeftein und Hornblende-schiefer.

Unter diesem Namen versteht man alle den Gesteinen,mit welchen sie vorkommen, gleichzeitige Felsarten, vondenen die Hornblende einen wesentlichen und herrschendenTheil ausmacht. Der Hornblendeschiefer bestehthäufig ganz aus Hornblende, ohne irgend einen andernGemengtheil, doch auch aus Hornblende und Quarz. DieHornblende ist theils blätterig, theils faserig und strahlig.Der Hornblendeschiefer bildet gewöhnlich nur untergeord-nete Säger im Glimmerschiefer und Gneis, seltener selbst-ständige Gebirgsmassen. Wird die gemeine Hornblendedurch Strahlstein vertreten, so entsteht der Strahl-